Die
warme Witterung führte
zu einem um eine Woche verfrühten Blühbeginn sowie zu einem
raschen und guten Blüte-verlauf. Der Juli sorgte mit reichlich,
aber je nach Gemarkung stark schwankenden, Niederschlägen für
ein Auffüllen der Bodenvorräte.
Dem
sehr warmen Juliausgang folgte ein „Kälteeinbruch“ mit
Niederschlägen Anfang August. Die Rebentwicklung wurde dadurch
allerdings nur wenig beeinflusst. so dass die Reife beim Spätburgunder
am 11. und beim Riesling am 15. August einsetzte. Weit überdurchschnittliche
Temperaturen sorgten ab dem 12. August für einen schnellen und
kontinuierlichen Reifeverlauf. Glücklicherweise ging das schöne
Spätsommerwetter im September nahtlos in einen beständigen „Altweibersommer“ über.
Dabei förderte die warme Witterung tagsüber die Zuckerproduktion,
während die meist kühlen Nachttemperaturen die Fäulnis
in Grenzen hielt.
Nach einer kurzen Schlechtwetterphase mit wenig Niederschlägen bescherte
uns Hoch "Kilian" ab 28. September wieder strahlenden Sonnenschein
bei angenehmen, aber nicht zu hohen Tagestemperaturen. Insgesamt fielen im September
nur 12 l/m2 Regen (normal: 48 l/m2).
Von Mitte bis Ende Oktober herrschte durchwachsenes Wetter mit reichlich Niederschlägen
vor. Somit wurden die Winzer, die die Lese hinauszögerten, nicht entsprechend
belohnt. Einige Betriebe konnten jedoch bereits vor dem 15. Oktober Beeren- und
Trockenbeerenauslesen ernten. Leider trog auch die Hoffnung auf eine längere
niederschlagsfreie Periode im November, so dass die weitere Ernte hochkarätiger
Edelgewächse nur sehr begrenzt möglich war.
Ausgleichend dafür konnten jedoch dank des aus Osteuropa einwandernden Hoch`s „Yussuf“ bereits
am 10., 11. und 12. Dezember Eisweine geerntet werden, wovon viele Betriebe dankbar
Gebrauch machten. |