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Doch schon bald mußten die Zisterzienser ihre strengen wirtschaft-lichen Grundsätze aufgeben und sich im Verlauf des 13. und 14. Jahrhunderts mehr und mehr der in ihrer Umwelt üblichen Wirt-schaftsweise anpassen.

Das zisterziensische Ideal der Armut vertrug sich aber nicht allzu gut mit dem wirtschaftlichen Elan der Zisterzienser. Die erwirtschafteten Gewinne ließen den Besitz der Klöster rapide ansteigen.


Vor allem der Weinbau war es, der den Zisterziensern ihren Wohl-
 

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stand bescherte: Kloster Eberbach ist das Paradebeispiel für ein Zisterzienserkloster, das sich ganz dem Weinbau verschrieben hat. Eberbach wurde, immer unterstützt vom Mainzer Erzbischof als Landesherrn, das Wirtschaftszentrum des Rheingaus schlechthin, gestützt auf die gewinn-bringende Weinwirtschaft. Die Mönche erzielten mit dem Verkauf ihrer Weine immense Gewinne. Eine eigene klösterliche Rheinflotte beförderte den von jeglichen Zollzahlungen befreiten Wein direkt zu den Weinmärkten der Städte, vor allem nach Köln, dem deutschen Weinhandelszentrum dieser Zeit.


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Im Verlauf des Bauernkriegs wurde das Kloster im Jahre 1525 von den Aufständischen des Rheingaus geplündert. Noch ärger kam es für die Eberbacher Mönche dann im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges. Von 1632 bis 1635 mußten sie ihr Kloster verlassen, denn die Schweden besetzten den ganzen Rheingau, und König Gustav II. Adolf wies das Kloster seinem Kanzler Oxenstierna zu. Im Sommer 1635 vertrieb die katholische Liga die Schweden, und die Zister-zienser konnten zurückkehren. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts hatte sich Eberbach wirtschaftlich dann wieder etwas erholt und
erlebte im 18. Jahrhundert noch einmal eine wirtschaftliche Blütezeit, bevor die Koalitionskriege im Anschluß an die Französische Revolution den Niedergang Eberbachs herbeiführten.

Am 18. September 1803 erließ Fürst Friedrich August von Nassau-Usingen das Aufhebungsdekret, und Abt Leonhard mußte mit seinen Brüdern das Kloster verlassen.

In der Zeit danach dienten die Gebäude des Klosters als Irrenanstalt, als Gefängnis, als Militär-krankenhaus und als Schule. Erst in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts besann man sich wieder auf die Geschichte des Klosters und plante den Erhalt dieses Denkmals mittelalterlicher Baukunst. Erste Restaurierungsarbeiten begannen zwischen 1930 und 1938.

Heute beherbergt das ehemalige Kloster die Stiftung Kloster Eberbach. Seit 1986 wird die gesamte Klosteranlage einer Generalsanierung unterzogen.
 
 
   
   
     
   
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