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Ergebnisse

Qualität und Ertrag der Trauben schwanken in den nördlichen Anbauzonen von Jahr zu Jahr und von Standort zu Standort sehr stark, wobei die Jahresschwankungen deutlich größer sind als die Standortschwankungen.

Deshalb werden zunächst die Einflüsse der Jahresschwankungen für den Zeitraum 1961 bis 1990 untersucht. Klima und Rebphänologie sind eng miteinander verknüpft: Sonneneinstrahlung, Temperatur, Verdunstung, Niederschlag und Wasserbilanz ( = Differenz Niederschlag minus Verdunstung) bestimmen die Rebentwicklung und somit auch den Reifegrad. Je früher Blüte und Reifebeginn durchlaufen werden, desto größer sind die Aussichten auf hohe Mostgewichte. Die größte Bedeutung für das Mostgewicht hat der
Termin der Vollblüte. Wenn sich der Blühtermin um 7 Tage

 

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verspätet, so fällt das Mostgewicht um knapp 6 Grad Oechsle. In der Zellteilungsphase der Beeren nach der Blüte ist der Wasserbedarf sehr hoch, eine positive Wasserbilanz hebt dann auch die Mostgewichte deutlich an. Während der Reife treten dann Temperatur und Sonneneinstrahlung in den Vordergrund. Ein Temperaturanstieg um 2 Grad erhöht die Mostgewichte um 2,5 Grad Oechsle.

Klimatische Einflüsse auf die Jahresschwankungen im Mostgewicht

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Klima



Plänologie

Sonneneinstrahlung
Temperatur
Verdunstung
Niederschlag
Klimatische Wasserbilanz

(Niederschlag - Verdunstung)

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>
>
>
Austrieb
Vollblüte
Reifebeginn
Lese
Mit jeweils einer Zwischenphase

90% der Qualitätsschwankungen des Rieslings zwischen den Jahren sind durch die Variabilität der in dieser Tabelle aufgelisteten Klima-faktoren und phänologischen Eintrittsterminen erklärt.


Geländeklimatische und bodenkundliche Differenzierung der Weinbaustandorte

Topographie
 
Boden
 
Geländeklima


Hangneigung
Hangrichtung
Höhe über NN
Höhe über Talgrund
 
Bodentyp
Bodenart
pflanzenverfügb.
Bodenwasser (nFK)
Wärmehaushalt
 
direkte Sonneneinstrahlung
potenzielle Verdunstung u. Wasserbilanz
Temperatur (Höhe, Hangrichtung,
Hangneigung)
Kaltluftgefährdung u. Windgefährdung

Diese Tabelle listet alle Größen auf, die als Standortvariablen das Mostgewicht beeinflussen. Die genannten Größen liegen für jeden Geländepunkt vor. Die Abstände der Geländepunkte betragen 20m.


Wind

Die Windgefährdung ist in 5 Stufen kartenmäßig dargestellt. Bei dieser Bewertung zählt nicht so sehr die Exposition gegenüber der Hauptwindrichtung Südwest, sondern vielmehr die Windverteilung an Schönwettertagen, wenn sich in den Rebbeständen ein spezielles Bestandsklima entwickelt, das Wachstum und Reifeentwicklung begünstigt. An sonnenscheinreichen Tagen weht der Wind im Rheingau häufig aus Osten oder Nordosten. Hänge, die in diese Richtungen exponiert sind, weisen vergleichsweise geringere Qualitäten als West- oder Nordwesthänge auf. Bevorzugt sind auch Rebflächen, die von der Geländeform nach innen gewölbt sind und dem Wind somit wenig Angriffsfläche bieten.
 

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