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Rheingauer Weinbauverband / Rheingau / Geschichte / Rheingauer Gebück |
Ihren Rheingau und ihre Freiheiten schützten
die Rheingauer mit dem „Rheingauer Gebück“. Noch
heute ranken sich viele Geschichten um diese historische „Besonderheit“
des Rheingaus.
Wohl gegen Ende des 12. oder am Anfang des 13. Jahrhunderts entstand
dieses „Rheingauer Gebück“, die ehemalige Landeswehr
des Rheingaus, die die Grenzen des kurmainzischen Rheingaus sicherte.
Das Gebück durchzog das Gebiet zwischen Walluf, den Rheingaubergen
und den Taunushöhen, bis es im Niedertal nördlich von Lorchhausen
gegen das Rheintal hin auslief. |
| Zurecht
„gebückt“ haben sich die Rheingauer ihre Landes-wehr
aus den Ästen von Hain- und Rotbuchen; diese Bäume sind
besonders ausschlagfähig, und das grüne Holz läßt
sich äußerst schwer spalten. Die jungen, ausgeschlagenen
Zweige bog man zur Erde hinunter und verflocht sie ineinander. In
diesen ca. 50 Schritt breiten Buchenverhau wurden dann noch zusätzlich
Himbeer- und Brombeer-sträucher hineingepflanzt, so daß
der Rheingau im Süden und Westen durch den Rhein und im Norden
und an der |
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Ostgrenze
durch eine in damaligen Zeiten so gut wie unüberwindliche Landeswehr
geschützt war.
Um die Straßendurchgänge zu sichern, wurden Bollwerke in
das Gebück eingebaut. Als einziges dieser Bollwerke ist die „Mapper
Schanze“ in der Nähe von Hausen v. d. H. als Ruine erhalten
geblieben.
Der Bau des Gebücks ist zwar sicherlich zum großen Teil
der landesherrschaftlichen Initiative der Mainzer Erzbischöfe
zuzuschreiben, doch befand es sich im Besitz der „Landschaft“
Rheingau, der Bürgerschaft des Rheingaus.
Im achten Artikel des „Rheingauer Weistums“ ist die Pflicht
der Rheingauer zur Landesverteidigung festgeschrieben. Da die Rheingauer
Bürger ihr Gebiet selbst verteidigen mußten, hatten sie
auch die Aufgabe, ihre Verteidigungsanlage in Ordnung zu halten. Die
Unterhaltung und regelmäßige Wartung des Gebücks oblag
den einzelnen Ortschaften, durch deren Gemarkung es führte. |
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