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Seit
250 Jahren hat Weinbau in der Familie Keßler Tradition.
Carolus Keßler, geboren um 1700, war der Begründer
des Weingutes Keßler in Martinsthal. Geboren in Waldesch
kam er als junger Mann nach Martinsthal und heiratete hier
1739 Margarethe Elisabeth Welz. |
Der
einzige Sohn des Paares Johannes Keßler (1745-1811) über
nahm nach 1760 das Erbe seines Vaters. Seine harte Arbeit trug
weiter Früchte, die auch Johann Adam Keßler (1780-1868)
ab 1811 erntete und vermehrte. |
Dessen
Sohn Peter Keßler (1819-1910) erlebte für die Winzer
nützliche Reformen, denn 1823 gab es erstmals eine Weinbergsflurbereinigung
und einen Deutschen Zollverein, dem auch die Winzer angehörten.
Seit 1842 durften die Winzer dann auch endlich frei über
ihre Ernte verfügen. Georg Josef Keßler (1851-1922)
konnte dann in der nächsten Generation dank neuer Entwicklungen
den Kampf gegen Schädlinge wie Mehltau, Reblaus und dem
hartnäckigem Heu- und Sauerwurm im Weinbau aufnehmen. |
Schließlich übernahm
der Großvater des heutigen Inhabers, Jacob Keßler
(1883-1975), das Weingut. Er hatte neben dem Weinbau ein besonderes
Hobby, die Jagd, und war auch als Jagdaufseher tätig. Noch
vor dem zweiten Weltkrieg übernahm Josef Keßler (1909-1970)
die Leitung des Betriebes und mit tatkräftiger Unterstützung
seiner Frau Rosa konnte er Gut und Familie durch die Mühen
des Krieges und die Zeit des Wi8ederaufbaus führen. Er war
es auch, der den ersten Traktor des Weingutes kaufte und 1959
den Obstbau und die Landwirtschaft, die damals noch zum Gut gehörten,
aufzugeben und sich ganz auf den Weinbau zu konzentrieren. Mit
der Verlagerung des Betriebes in den Meßwingert schaffte
er auch eine solide Grundlage zum weiteren Ausbau des Weingutes,
den sein Sohn Klaus-Peter Keßler, Jahrgang 1946 heute
erfolgreich nutzt. |
1970
heiratete der heutige Inhaber des Weingutes und Präsident
des Rheingauer Weinbauverbandes die Hallgartenerin Inge Keßler,
die ihm bei der mehr mühevollen als romantischen Arbeit
als Winzer tatkräftig unterstützt. Und auch die vier
Kinder, Martina, Stefan, Ruth und Peter fühlen sich ihren
Vorfahren verpflichtet. Schließlich steht auf einem Faßboden
im Weinkeller geschrieben: „Wir hüten das Erbe“. |
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